Im ersten Gehege ziehen wir seit Mai 2010 Wölfe (Europäische Grauwölfe, Canis lupus lupus) von Hand auf. Das bedeutet, dass wir damals die Welpen innerhalb ihrer ersten beiden Lebenswochen zu uns genommen haben und sie mit der Milchflasche gefüttert haben – dies geschah unter tierärztlicher Aufsicht. Somit erfolgte eine Sozialisierung auf den Menschen durch Körperkontakt, Spiel und gemeinsames Erleben, was wiederum zur Folge hat, dass die jungen Wölfe Menschen gegenüber weniger scheu sind.

Ylva (*10.05.2010, Fähe)
Ylva ist das einzige Mädchen im Wolfsrudel. Bis vor Kurzem war sie sofort anhand des Größenunterschiedes und der sehr hellen Fellfärbung von ihren Brüdern zu unterscheiden. Mit wachsender Körpergröße behielt sie einen zierlicheren Kopf, aber ihr Fell ist sehr dunkel geworden. Sie ist nicht so wild wie ihre Brüder, sondern eher ruhig und schüchtern. Sie bleibt gern im Hintergrund.

Juri (*10.05.2010, Rüde)
Juri war anfangs das Sorgenkind unter den Wolfsgeschwistern. Seine Bewegungen wirkten unkoordiniert und er selbst machte manchmal einen verträumten Eindruck. Mittlerweile ist davon nichts mehr festzustellen und er kann mit seinen aufgeweckten Brüdern mithalten. Juris Fell ist genauso dunkel, wie das von Ylva.

Odin (*10.05.2010, Rüde)
Odin hat helleres Fell und einen kräftigen Körperbau. Von seinen Geschwistern lässt er sich durch den winzigen Wirbel zwischen seinen Augen unterscheiden.

Olomuk (*10.05.2010, Rüde)
Olomuk war anfangs der kleinste unter den sechs Wolfsgeschwistern, doch von dem einstigen Größenunterschied ist heute nichts mehr zu sehen. Er sucht täglich den engen Körperkontakt zum Menschen. Er liegt gern auf dem Schoss seiner Betreuer. Er hat eine helle Fellfärbung und ist kräftig gebaut.

Remo (*10.05.2010, Rüde)
Remo ist im Rudel der unscheinbarste Wolf. Sein Verhalten fällt zwischen seinen Geschwistern am wenigsten auf. Zu erkennen ist Remo durch einen braun hinterlegten Wirbel zwischen den Augen und seinen rötlichbraunen Kopf.

Sirius (*10.05.2010, Rüde)
Sirius hat die markanteste Kopffärbung der jungen Wölfe. Er hat einen stark ausgeprägten Wirbel zwischen seinen Augen und dieser ist passend zu seiner Kopffärbung grau hinterlegt. Er ist ein sehr aufgeweckter und frecher Wolf und nimmt die Rolle des Clowns im Rudel ein. Als Spielgefährten versucht er nicht nur seine Geschwister, sondern auch die menschlichen Betreuer zu gewinnen.
Im April 2010 wurden vier Wölfe, ebenfalls europäische Grauwölfe, aus dem Institut für Haustierkunde der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zu uns umgesiedelt. Sie sind in Kiel geboren und aufgewachsen, kennen daher Menschen, allerdings nur aus der Entfernung. Alle vier Wölfe verhalten sich scheu gegenüber Menschen, ergreifen aber nicht sofort die Flucht, sobald sie Menschen erblicken. Aufgrund ihres recht hohen Alters haben wir im Juli 2011 zwei Wolfswelpen aus dem Tierpark Gotha mit ihnen vergesellschaftet, was hervorragend gelungen ist. Hier sind sie nun:

Oblomow (*30.04.2001, Rüde)
Oblomow wurde am 30.04.2001 im Tiergarten des Zoologischen Institutes der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel geboren. Er ist das Rudelmitglied, das auch im WOLFCENTER den größten Handlungsspielraum genießt. Seine soziale Sicherheit sowie sein territoriales Verhalten zeigt er - auch für die aufmerksamen Besucher sichtbar - beispielsweise durch sein ruhiges Auftreten und sein demonstratives Markieren mit erhobenem Bein vor oder nach der Fütterung. Abgesehen davon zeichnet er sich dadurch aus, dass er alles im Blick behält, sowohl das Geschehen um das Wolfsgehege herum als auch im Gehege selbst.

Antoschka (*23.04.2003, Fähe)
Auch Antoschka wurde im Tiergarten des Zoologischen Institutes der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel geboren und auch wenn sie zwei Jahre jünger ist, stammt sie von den selben Eltern ab wie Oblomow. Sie ist das einzige Weibchen in dem Rudel und man sieht deutlich, dass sie schmächtiger und kleiner ist. Antoschka kommt gelegentlich auch mal in die Nähe des Zaunes und schaut sich die Besucher näher an. Bei der Fütterung lässt sie sich meist Zeit beim Fressen und kaut noch an ihrem ersten Futterstück, während die Rüden bereits zum zweiten Mal Nachschlag fordern.

Mitja (*19.05.2011, Rüde)
Mitja ist am 19. Juli mit seinem Bruder Levi in unsere Altwolfgruppe gekommen. Er ist relativ dunkel gefärbt und zeichnet sich dadurch aus, dass er den Altwölfen gegenüber deutlich frecher ist als Levi. Auch beim Anblick von Menschen ist er nicht so scheu wie sein Bruder.

Levi (*19.05.2011, Rüde)
Levi war der erste, der aus dem Eingewöhnungsgehege zu den Altwölfen hinüber gewandert ist. So mutig er am Anfang war, so zurückhaltend und vorsichtig ist er jetzt. Er ist deutlich heller gefärbt als sein Bruder. Wir beobachten gespannt die weitere Entwicklung der jüngsten WOLFCENTER-Bewohner.

Unsere Schafe, gehören zur Rasse "Waldschaf". Wir unterstützen die "Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)", in dem wir durch Zucht des Waldschafes am Erhalt dieser besonders gefährdeten Rasse aktiv mitwirken (Externer Link
mehr über das Waldschaf).
Nach dem Eintreffen und der Eingewöhnung der Waldschafe bei uns im April 2010, hat der Herdenschutzhund-Welpe "Cleo" Einzug gehalten. Er ist nicht nur auf uns als seine Besitzer sozialisiert, sondern auch auf die Schafe. Herdenschutzhunde weisen die genetische Disposition auf, schnell zu lernen, die Herde zu beschützen. (Externer Link
mehr über Herdenschutzhunde).

In unserem Hundegehege leben 2 Tschechoslowakische Wolfshunde. Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Interessen wurde 1955 erstmals eine Karpaten-Wölfin mit einem Deutschen Schäferhund-Rüden gekreuzt. Ziel dieser Kreuzung – initiiert durch den Ingenieur Karl Hartl – war, festzustellen, inwieweit sich Einflüsse auf Fruchtbarkeit der Nachkommen und die Durchsetzung des Exterieur des Wolfes auswirken. Im Verlaufe des Zuchtprogramms wurde die Erkenntnis gewonnen, nur noch wesensstarke Schäferhund-Rüden zu verwenden. In Bezug auf den Phänotyp setzte sich der Wolf sehr durch. Die Mischlinge erholten sich schneller von körperlichen Belastungen und waren in der Nasenleistung, im Orientierungssinn und in der Witterungsbeständigkeit den Schäferhunden überlegen. Zur Schutzhunde-Ausbildung waren diese Mischlinge jedoch nicht geeignet. Die Mischlinge ordneten sich nur schwer unter und arbeiteten nicht zuverlässig auf der Fährte. Ferner schlossen sich die Mischlinge stark an diejenigen Menschen an, von denen sie gefüttert und gepflegt wurden. Fremden Menschen gegenüber waren sie nur gering kontaktinteressiert.
Die letzte Einkreuzung des Wolfes geschah 1982. Verschiedene Zuchtlinien wurden aufgebaut, um Inzuchtdepressionen zu vermeiden. 1966 wurde erstmals die Eintragung dieser Hunde in Zuchtbücher abgelehnt. Ziel dieser Eintragungen sollte sein, die Mischlinge von den Schäferhunden eindeutig zu trennen. Daraufhin sank das Interesse der Züchter erheblich. Der Club des Tschechoslowakischen Wolfshundes wurde am 20.03.1982 in Brünn gegründet. Am 02.04.1982 wurde der Tschechoslowakische Wolfshund als nationale Rasse anerkannt und in den nationalen kynologischen Landesverband der damaligen CSSR aufgenommen. 66 Hunde wurden zugleich registriert. Am 13.06.1989 erfolgte schließlich die Anerkennung durch die F.C.I. (Standard-Nr. 332). Ziel ist die Zucht eines lernfähigen, mittelgroßen, ausdauernden und sehr beweglichen Hundes, mit dem optischen Erscheinungsbild des Wolfes.

Gontscharow (*30.04.2001 - †19.09.2012, Rüde)
Gontscharow war der Wolf, den man am leichtesten von den anderen Wölfen unterscheiden konnte. Denn seine Fellfärbung war rötlicher als bei seinen Geschwistern, auch war sein Rücken leicht gebogen, allerdings fiel den meisten wohl sofort seine "Knickohren" auf und wer genauer hinsah, konnte erkennen, dass ihm auf der linken Seite in der Höhe des Eckzahns ein Stück seiner Lefze fehlte. Diese beiden Blessuren sind Folgen von z.T. schon einige Jahre zurückliegenden Beißereien mit seinen Brüdern.

Pjotr (*30.04.2001 - †04.02.2012, Rüde)
Pjotr hatte eine helle Fellfärbung, die mehr Grautöne als das Fell der anderen Wölfe enthält. Insbesondere seine Zeichnung im Gesicht war weniger kontrastreich als bei seinen Geschwistern. Seine Schnauze wirkte spitz und eher fuchsartig. Er war eher unauffällig und wenig größer wenn auch breiter als Antoschka, in deren Nähe man ihn oft finden konnte.
Rekordversuch "Rudelheulen"
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Wolfsbeobachtungen im Wolfpark Werner Freund
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Warum Alphawölfe scheitern
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22.06.2013:
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Neu: separate Führungen für deutsch- und englischsprachige Gruppen
21.12.2013: Wintersonnenwendfest
Neu: WOLFCENTER "In-Team"!
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